Midterms 2026 – Frühwahl-Auswertung Auswertung amtlicher Frühwahl-Daten 2026 vs. 2022 am gleichen Abstand zur Wahl · keine Umfragen · Stand 17.10.2026

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Midterms 2026, Frühwahl-Check vom Samstag, 17.10.2026 (17 Tage vor der Wahl am 3.11.)

Neue amtliche Daten gibt es heute für North Carolina (NCSBE-Datei vom 17.10. mit Rücksendungen bis 16.10.), Georgia (SoS-Daten bis 16.10., über das UF Election Lab), Arizona (County-Daten vom 17.10.) und Nevada (SOS-Daten, ausgewertet von Jon Ralston am 17.10. um 7:45 Uhr PT, und die Bezirksdatei vom 16.10.). Michigan, Wisconsin, Minnesota, Ohio und Maine haben seit gestern nichts Neues gemeldet. Pennsylvania hat seinen Datensatz auf data.pa.gov nicht fortgeschrieben, die Rücksendungen reichen weiter nur bis 15.10. Der Server des Maine-SoS blockt heute die Abfrage. Für diese Staaten stehen unten die aktuellsten amtlichen Werte mit ihrem Stichtag. Umfragen sind nicht verwendet.

Die Stichtage sind diese: Daten mit Stand 16.10.26 liegen 18 Tage vor der Wahl und werden mit dem 21.10.22 verglichen, Daten mit Stand 15.10.26 (19 Tage) mit dem 20.10.22. Republikaner wählen seit 2024 häufiger früh. Ein höherer R-Anteil unter den Frühwählern ist deshalb zum Teil eine Verschiebung bestehender Wähler und kein Zugewinn. Umgekehrt wiegt ein sinkender R-Anteil umso schwerer.

Korrekturen zum Vortag:


NORTH CAROLINA, Senat (2022 Budd R+3,2; Tillis-Sitz 2020 R+1,75)

Quelle: NCSBE-Absentee-Datei 2026[44] (Rücksendungen ≤16.10.26), verglichen mit der NCSBE-Datei 2022[7] (≤21.10.22). In beiden Jahren sind das 18 Tage vor der Wahl und 2 Tage One-Stop-Frühwahl.

(a) Parteiregistrierung der Frühwähler (16.10.26 gegenüber 21.10.22):

(b) Demografie (Anteil an allen Frühwählern, 2026 gegenüber 2022 am gleichen Stichtag):

(c) Geografie (County-Anteil an den Frühstimmen × R-minus-D-Vorsprung Senat 2022):

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung, kein Messwert (Gewichte aus der Nachwahlstudie Pew validated voters 2022[39]: Weiße D−16, Schwarze D+88, Hispanics D+21, Männer D−10, Frauen D+3):

(e) Fazit NC: Alle vier Messgrößen zeigen in dieselbe Richtung. Der D-Vorsprung nach Registrierung ist um 14,5 Punkte gewachsen, die Geografie um 2,6 und die Ethnie-Ableitung um 6,8 Punkte demokratischer geworden, und die neuen Wähler sind klar demokratischer. Das passiert, obwohl die Republikaner seit 2024 eigentlich häufiger früh wählen müssten. Gemessen am Abstand von 2022 (R+3,2) reicht diese Verschiebung rechnerisch für einen Flip zu D.

Unsicherheit: Erst 11,4 % der Beteiligung von 2022 sind abgegeben, und erst 2 One-Stop-Tage sind gelaufen. Wie die stark gewachsenen Unabhängigen (+52,9 %) wählen, ist offen. Und falls Republikaner bewusst den Wahltag abwarten, gleicht sich das Bild später aus.

Einschätzung: Flip zu D derzeit rechnerisch gestützt, Sicherheit niedrig bis mittel.


GEORGIA, Senat (Ossoff-Sitz, Stichwahl 2021 D+1,23; Warnock 2022 D+0,9 im 1. Wahlgang) und Gouverneur (2022 Kemp R+7,5)

Quelle: UF/GA SoS[1], Stand 16.10.26 (4 Frühwahltage, 13. bis 16.10.). Vergleich 2022: georgiavotes.com[57], eine Auswertung der SoS-Datei (Wayback). Die 2022-Frühwahl begann einen Tag früher relativ zum Wahltag, deshalb nenne ich beide Vergleiche.

(a) Parteiregistrierung: Georgia hat keine, deshalb trägt die Demografie das Fazit.

(b) Demografie, 2026 gegenüber 2022 nach 4 Frühwahltagen (in Klammern zusätzlich der gleiche Abstand zur Wahl):

(c) Geografie (County-Index mit dem Senat 2022):

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung, kein Messwert (Pew 2022):

(e) Fazit GA:


ARIZONA, Gouverneur (2022 Hobbs D+0,66) sowie AZ-01 (2022 R+0,88) und AZ-06 (2022 R+1,5)

Quelle: UF/County-Daten[18] über Stealth Analytics[19], Stand 17.10.26.

(a) Partei der Rücksender:

(b) Demografie: Arizona veröffentlicht amtlich keine (weder Ethnie noch Geschlecht noch Alter in den County-Daten). Ein amtlicher 2022-Wert am gleichen Stichtag existiert nicht. Gesucht habe ich in den CDX-Archiven von azsos.gov und bei rpubs, wo nur der 6.11.22 vorliegt.

(c) Geografie (Anteil an den Rücksendungen gegenüber dem Anteil an den verschickten Stimmzetteln):

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Ohne Demografie ist keine möglich.

(e) Fazit AZ: Die Rücksender sind demokratischer als der Empfängerpool, was in der frühen Briefwahlphase üblich ist. Ohne amtlichen 2022-Vergleich am Stichtag lässt sich eine Verschiebung gegenüber 2022 nicht messen. Für einen R-Flip gegen D+0,66 gibt es aus den Daten bisher kein Signal, aber auch keine belastbare Gegenaussage.


NEVADA, Gouverneur (2022 Lombardo R+1,5) sowie NV-1 (D+5,6), NV-2 (R+21,9), NV-3 (D+4,0) und NV-4 (D+4,8) aus 2022

Quelle: Ralston-Blog[21] vom 17.10.26 um 7:45 Uhr PT (SOS-Datei, nur Briefwahl, weil das persönliche Frühwählen erst heute beginnt).

(a) Bezirke (UF 16.10.), jeweils D-Vorsprung der Abstimmenden gegenüber dem D-Vorsprung der Registrierung:

(b) Demografie: Nevada veröffentlicht nur das Alter (UF). 18–25 J. 2,2 %, 26–40 J. 8,6 %, 41–65 J. 31,5 %, über 65 J. 57,7 %. Ethnie und Geschlecht gibt es amtlich nicht. Einen 2022-Wert am gleichen Tag gibt es nicht, weil Clark damals kaum Briefstimmen gemeldet hatte (Ralston) und die SOS-Dateien von 2022 nicht archiviert sind (die Suche steht im README).

(c) Geografie (Ralston), Anteil an den Stimmen gegenüber dem Anteil an den Registrierten:

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Ohne amtliche Demografie ist keine möglich.

(e) Fazit NV:


PENNSYLVANIA, Gouverneur (2022 Shapiro D+14,8) sowie PA-01 (R+9,7), PA-07 (D+2,0, seit 2024 R), PA-08 (D+2,4, seit 2024 R) und PA-10 (R+7,6)

Quelle: data.pa.gov 2026[58] mit Rücksendungen ≤15.10.26 (heute neu abgefragt, aber seit gestern unverändert), verglichen mit data.pa.gov 2022[17] (≤20.10.22), jeweils 19 Tage vor der Wahl. PA hat kein persönliches Frühwählen.

(a) Partei:

(b) Demografie:

(c) Geografie (Gouverneur 2022):

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Nach Ethnie oder Geschlecht nicht möglich, weil die Merkmale fehlen.

(e) Fazit PA:


MICHIGAN, Senat (offen; 2020 D+1,7, 2024 D+0,34) und Gouverneur (offen; 2022 D+10,6)

Quelle: UF/MI SoS[5], Stand 16.10.26, seitdem keine neue Meldung.

(a) Parteiregistrierung: Michigan hat keine.

(b) Demografie (QVF via UF):

(c) Geografie (gegenüber der gesamten Wählerschaft 2022, weil kein Stichtagswert vorliegt):

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Nach Geschlecht (Pew) rechnerisch −2,8. Einen 2022-Vergleich gibt es nicht.

(e) Fazit MI: Die Briefwähler sind sehr alt und überwiegend weiblich, und die Geografie ist 2 Punkte demokratischer als die gesamte Wählerschaft 2022. Das ist für frühe Briefwahl typisch und noch kein Flip-Signal. Für den Senat (Abstand 0,3 bis 1,7 Punkte) ist eine belastbare Aussage erst mit dem Stichtagsvergleich am 20.10. möglich.


WISCONSIN, Gouverneur (2022 Evers D+3,4) sowie WI-01 und WI-03

Quelle: WEC[46], Stand 16.10.26, verglichen mit dem WEC-Tagesbericht vom 21.10.22 (Wayback, 18 Tage vorher). Am Samstag gibt es keinen neuen Bericht.

(a) Parteiregistrierung: Wisconsin hat keine.

(b) Demografie: WEC veröffentlicht weder Alter noch Ethnie noch Geschlecht, und es gibt keine Wählerhistorie.

(c) Geografie, korrigiert auf denselben Stichtag:

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Ohne Demografie ist keine möglich.

(e) Fazit WI: Weniger Briefwahl und eine um 2,4 Punkte republikanischere Geografie, vor allem durch den schwächeren Anteil von Milwaukee und Dane. Gegen D+3,4 reicht das allein nicht für einen R-Flip, aber die Tendenz zeigt zu R. Ein Teil davon dürfte sein, dass Demokraten weniger per Brief wählen, statt dass Republikaner zulegen. Das persönliche Frühwählen beginnt am 20.10.


MINNESOTA, Senat (offen), Gouverneur (2022 Walz D+7,7) und MN-02 (2022 D+5,2)

Quelle: UF/MN SOS[47], Stand 16.10.26.

(a) Parteiregistrierung: Minnesota hat keine.

(b) Demografie: Minnesota veröffentlicht keine.

(c) Geografie (Vergleich mit dem Absentee-Endstand 2022, nicht mit dem gleichen Stichtag):

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: keine möglich.

(e) Fazit MN: Leicht republikanischere Geografie, aber gegenüber dem Endstand 2022, der städtische Spätwähler enthält. Gegen D+7,7 ist kein Flip ableitbar. Zu MN-02 kann ich ohne Bezirksdaten nichts sagen.


OHIO, Senat-Sonderwahl (Vance-Sitz, 2022 R+6,1) und Gouverneur (2022 DeWine R+25)

Quelle: UF/OH SoS[13], Stand 16.10.26.

(a) Parteiregistrierung: Ohio veröffentlicht keine.

(b) Demografie: Ohio veröffentlicht keine.

(c) Geografie: Die County-Tabellen 2022 sind noch nicht ausgewertet. Sie hängen an den SoS-Pressemitteilungen, das hole ich als nächsten Schritt nach.

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: keine möglich.

(e) Fazit OH: Die Stimmabgabe verlagert sich massiv vom Brief ins persönliche Frühwählen. Ohne Zusammensetzungsdaten ist keine Flip-Aussage zum Senat möglich, und beim Gouverneur ist ein Flip ausgeschlossen (R+25).


MAINE, Senat (Collins 2020 R+8,6), Gouverneur (offen; 2022 Mills D+13,2) und ME-02 (2022 D+6,1 nach Ranked Choice)

Quelle: SoS-AB-Datei vom 16.10. (heute blockt der Server mit 403), Stand ≤15.10.26, verglichen mit ≤20.10.22 aus der SoS-Datei 2022.

(a) Partei:

(b) Demografie: Die Datei enthält weder Alter noch Geschlecht noch Ethnie.

(c) Geografie:

Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: keine möglich.

(e) Fazit ME: Landesweit ist die Zusammensetzung praktisch wie 2022. Ein Flip gegen Collins (R+8,6, Vergleichsbasis allerdings 2020) lässt sich aus der Mischung nicht ableiten. Beim Gouverneur gibt es kein R-Signal gegen D+13,2. ME-02 bewegt sich leicht zu R, gegen D+6,1 (2022) reicht das bislang nicht für einen Flip.


NEW HAMPSHIRE, Senat (offen; 2022 Hassan D+9,1)

Der SoS veröffentlicht keine Frühwahl- oder Absentee-Statistik. Grundlose Frühwahl gab es 2022 nicht, und rpubs hat keine NH-Seite. Eine Aussage ist deshalb nicht möglich.


Gesamtbild am 17.10.: