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Midterms 2026, Frühwahl-Check vom Samstag, 17.10.2026 (17 Tage vor der Wahl am 3.11.)
Neue amtliche Daten gibt es heute für North Carolina (NCSBE-Datei vom 17.10. mit Rücksendungen bis 16.10.), Georgia (SoS-Daten bis 16.10., über das UF Election Lab), Arizona (County-Daten vom 17.10.) und Nevada (SOS-Daten, ausgewertet von Jon Ralston am 17.10. um 7:45 Uhr PT, und die Bezirksdatei vom 16.10.). Michigan, Wisconsin, Minnesota, Ohio und Maine haben seit gestern nichts Neues gemeldet. Pennsylvania hat seinen Datensatz auf data.pa.gov nicht fortgeschrieben, die Rücksendungen reichen weiter nur bis 15.10. Der Server des Maine-SoS blockt heute die Abfrage. Für diese Staaten stehen unten die aktuellsten amtlichen Werte mit ihrem Stichtag. Umfragen sind nicht verwendet.
Die Stichtage sind diese: Daten mit Stand 16.10.26 liegen 18 Tage vor der Wahl und werden mit dem 21.10.22 verglichen, Daten mit Stand 15.10.26 (19 Tage) mit dem 20.10.22. Republikaner wählen seit 2024 häufiger früh. Ein höherer R-Anteil unter den Frühwählern ist deshalb zum Teil eine Verschiebung bestehender Wähler und kein Zugewinn. Umgekehrt wiegt ein sinkender R-Anteil umso schwerer.
Korrekturen zum Vortag:
- Wisconsin: Gestern habe ich den County-Index mit der gesamten Wählerschaft 2022 verglichen. Im Archiv liegt aber der WEC-Tagesbericht vom 21.10.22, also derselbe Abstand zur Wahl. Mit diesem richtigen Vergleich ist die Geografie 2026 um 2,4 Punkte republikanischer als 2022 und nicht demokratischer.
- North Carolina: Den vermuteten Datumsversatz habe ich geprüft. Die NCSBE-Datei enthält Rücksendungen bis einschließlich 16.10., und der gestrige Vergleich (15.10.26 gegen 20.10.22) war richtig datiert. In der heutigen Datei sind für den 15.10. 1.859 Stimmen nachgebucht (235.513 statt 233.654).
NORTH CAROLINA, Senat (2022 Budd R+3,2; Tillis-Sitz 2020 R+1,75)
Quelle: NCSBE-Absentee-Datei 2026[44] (Rücksendungen ≤16.10.26), verglichen mit der NCSBE-Datei 2022[7] (≤21.10.22). In beiden Jahren sind das 18 Tage vor der Wahl und 2 Tage One-Stop-Frühwahl.
- Frühstimmen gesamt: 433.086 gegenüber 326.039 (+32,8 %), das sind 11,4 % der Gesamtbeteiligung 2022 (damals 8,6 %). Persönlich (One-Stop) 398.581 gegenüber 269.893 (+47,7 %), Brief 34.505 gegenüber 56.146 (−38,5 %).
- Zweite Quelle: Das UF Election Lab meldet für NC 437.089 (Stand 17.10.). Die Abweichung von 0,9 % entsteht, weil UF auch Stimmen zählt, die noch nicht den Status ACCEPTED haben.
(a) Parteiregistrierung der Frühwähler (16.10.26 gegenüber 21.10.22):
- D 45,4 % (40,4 %), R 20,6 % (30,1 %), Unabhängige/Sonstige 34,0 % (29,5 %).
- Der D-Vorsprung beträgt +24,8 Punkte, 2022 waren es +10,3, also 14,5 Punkte mehr.
- In absoluten Zahlen: D 196.706 (+49,5 %), R 89.073 (−9,2 %), Unabhängige 147.307 (+52,9 %).
- One-Stop allein: D-Vorsprung +24,7 (2022 +5,8). Brief allein: +26,9 (2022 +32,0).
(b) Demografie (Anteil an allen Frühwählern, 2026 gegenüber 2022 am gleichen Stichtag):
- Ethnie: Weiße 66,0 % (74,1), Schwarze 23,1 % (17,8), Hispanics 2,5 % (1,3), Asiaten 1,4 % (1,1), Sonstige/keine Angabe 7,0 % (5,8).
- Geschlecht: Frauen 52,3 % (51,0), Männer 43,0 % (45,4), unbekannt 4,7 % (3,6).
- Alter: 18–29 J. 6,1 % (4,9), 30–44 J. 10,2 % (8,6), 45–64 J. 28,1 % (29,0), 65+ J. 55,6 % (57,5).
- Wahlweg: 92,0 % persönlich (2022: 82,8 %).
-
Wählerhistorie, neu heute (Abgleich mit der NCSBE-Wählerhistorie[61], Stand 12.10.26). Für 2026 ist die Vorwahl die Hauptwahl 2022, für die Frühwähler 2022 ist es die Hauptwahl 2018:
- Ohne Stimmabgabe bei der vorigen Midterm-Wahl: 19,8 % (85.843), genauso viele wie 2022 (19,8 %, 64.497). Auch bei der Präsidentschaftswahl davor nicht gewählt haben 5,7 % (2022: 6,1 %).
- Wiederholer, die schon damals früh gewählt haben: 69,0 % (68,6 %). Umsteiger, die damals am Wahltag gewählt haben: 11,1 % (11,6 %).
- Die neuen Wähler sind 2026 deutlich demokratischer: D 43,4 %, R 15,9 %, Unabhängige 40,7 %, also D+27,5. Die neuen Wähler 2022 kamen auf D+10,3 (38,6 / 28,3 / 33,1).
- Unter den neuen Wählern 2026 sind 58,3 % Weiße (2022: 70,3), 21,0 % Schwarze (13,0), 6,1 % Hispanics (2,5) und 21,4 % 18–29-Jährige (17,2).
- Die Umsteiger vom Wahltag 2022 sind D+11,1 (2022: R+1,6). Die Verschiebung Wahltag→früh ist in NC bisher also kein republikanisches Phänomen.
- Einschränkung: Die Historie ist der heutige Stand. Wer seit 2018 aus dem Register gestrichen wurde, fehlt möglicherweise, das kann den Neuwähler-Anteil 2022 leicht überzeichnen.
(c) Geografie (County-Anteil an den Frühstimmen × R-minus-D-Vorsprung Senat 2022):
- County-Index R+0,7 (2022 am gleichen Stichtag: R+3,3), also 2,6 Punkte demokratischer.
- Anteil der R-Hochburgen (R+20 oder mehr) 33,3 % (36,6), Anteil der D-Hochburgen (D+20 oder mehr) 31,9 % (29,3).
- NC-01 (Bezirksgrenzen 2026 gegenüber 2022 verändert): 35.789 Stimmen (23.788). D 50,6 / R 22,0 / Unabhängige 27,4, das ergibt einen D-Vorsprung von +28,6 (2022 +36,4) und damit eine Verschiebung von 7,8 Punkten zu den Republikanern. Wegen des Neuzuschnitts ist das nur eingeschränkt vergleichbar.
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung, kein Messwert (Gewichte aus der Nachwahlstudie Pew validated voters 2022[39]: Weiße D−16, Schwarze D+88, Hispanics D+21, Männer D−10, Frauen D+3):
- Nach Ethnie ergibt sich rechnerisch D+11,2 (2022 D+4,4), also +6,8 Punkte.
- Nach Geschlecht ergibt sich −2,9 (2022 −3,1), praktisch neutral.
- Neue Wähler: D+12,2 (2022 D+0,9).
(e) Fazit NC: Alle vier Messgrößen zeigen in dieselbe Richtung. Der D-Vorsprung nach Registrierung ist um 14,5 Punkte gewachsen, die Geografie um 2,6 und die Ethnie-Ableitung um 6,8 Punkte demokratischer geworden, und die neuen Wähler sind klar demokratischer. Das passiert, obwohl die Republikaner seit 2024 eigentlich häufiger früh wählen müssten. Gemessen am Abstand von 2022 (R+3,2) reicht diese Verschiebung rechnerisch für einen Flip zu D.
Unsicherheit: Erst 11,4 % der Beteiligung von 2022 sind abgegeben, und erst 2 One-Stop-Tage sind gelaufen. Wie die stark gewachsenen Unabhängigen (+52,9 %) wählen, ist offen. Und falls Republikaner bewusst den Wahltag abwarten, gleicht sich das Bild später aus.
Einschätzung: Flip zu D derzeit rechnerisch gestützt, Sicherheit niedrig bis mittel.
GEORGIA, Senat (Ossoff-Sitz, Stichwahl 2021 D+1,23; Warnock 2022 D+0,9 im 1. Wahlgang) und Gouverneur (2022 Kemp R+7,5)
Quelle: UF/GA SoS[1], Stand 16.10.26 (4 Frühwahltage, 13. bis 16.10.). Vergleich 2022: georgiavotes.com[57], eine Auswertung der SoS-Datei (Wayback). Die 2022-Frühwahl begann einen Tag früher relativ zum Wahltag, deshalb nenne ich beide Vergleiche.
- Frühstimmen: 741.364. Das sind +29,2 % gegenüber 2022 nach gleich vielen Frühwahltagen (573.598, bis 20.10.22) und +1,7 % gegenüber dem gleichen Abstand zur Wahl (729.053, 21.10.22, dann schon 5 Frühwahltage). Das entspricht 18,7 % der Beteiligung 2022.
- Wahlweg: persönlich 709.696 (2022 nach 4 Tagen: 519.372, +36,6 %), Brief 31.668 (54.205, −41,6 %; 2022-Werte aus der SoS-Pressemitteilung über AllOnGeorgia[2]).
(a) Parteiregistrierung: Georgia hat keine, deshalb trägt die Demografie das Fazit.
(b) Demografie, 2026 gegenüber 2022 nach 4 Frühwahltagen (in Klammern zusätzlich der gleiche Abstand zur Wahl):
- Ethnie: Weiße 52,6 % (55,1 / 55,9), Schwarze 34,6 % (33,3 / 32,7), Hispanics 2,5 % (1,3 / 1,4), Asiaten 2,0 % (1,3 / 1,3), Sonstige/unbekannt 8,3 % (9,0).
- Geschlecht: Unter den Frühwählern mit Geschlechtsangabe sind 54,7 % Frauen (2022: 53,9).
- Alter: Die Quellen nutzen unterschiedliche Gruppengrenzen. UF 2026: 18–25 J. 3,5 %, 26–40 J. 9,3 %, 41–65 J. 39,4 %, über 65 J. 47,8 %. 2022: 18–29 J. 4,0 %, 30–39 J. 5,8 %, 40–49 J. 9,1 %, 50–64 J. 30,5 %, 65+ J. 50,1 %. Vergleichbar ist nur die älteste Gruppe, und die ist leicht kleiner (47,8 gegenüber 50,1). Die Gruppen 30–44 und 45–64 liefert keine der beiden Quellen.
- Wählerhistorie (Auswertung vom 16.10. mit Stand 15.10., heute nicht neu berechnet): 13,4 % der Frühwähler haben 2022 nicht gewählt, 78,0 % sind Wiederholer, die schon 2022 früh gewählt haben, und 8,6 % haben 2022 am Wahltag gewählt. Bei Hispanics (35,3 %), Asiaten (30,1 %) und 18–29-Jährigen (59,7 %) ist der Anteil der 2022-Nichtwähler besonders hoch. Für 2022 gibt es keinen Vergleichswert (die SoS-Historiendatei ist hinter Cloudflare, die Suche dort ist im README dokumentiert).
(c) Geografie (County-Index mit dem Senat 2022):
- R−4,1 (2022 nach 4 Tagen R−3,6), also 0,5 Punkte demokratischer.
- Metro-5 (Fulton, DeKalb, Cobb, Gwinnett, Clayton) 38,6 % (37,8).
- R-Hochburgen 38,6 % (39,3), D-Hochburgen 44,6 % (44,2).
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung, kein Messwert (Pew 2022):
- Nach Ethnie, nur Weiße, Schwarze und Hispanics: D+25,1 (2022 D+23,1), also +2,0 Punkte. Der Absolutwert ist keine Ergebnisprognose, weil nur Frühwähler erfasst sind.
- Nach Geschlecht: −2,9 (2022 −3,0).
- 2022-Nichtwähler nach Ethnie (Stand 15.10.): D+16,6.
(e) Fazit GA:
- Senat: Die Zusammensetzung ist am gleichen Stand der Frühwahl etwas demokratischer als 2022 (Schwarze +1,3 bis +1,9 Punkte, Metro +0,8, Geografie +0,5, Ableitung +2,0). Das stützt, dass D den Sitz hält, und ein R-Flip zeigt sich nicht. Unsicher bleibt das, weil die Margen 2020/22 nur 1 bis 2 Punkte betrugen und 8 % der Frühwähler keine Ethnie-Angabe haben.
- Gouverneur: Eine Verschiebung von 0,5 bis 2 Punkten reicht bei Weitem nicht, um R+7,5 zu drehen. Ein Flip zu D ist aus den Daten nicht ableitbar.
ARIZONA, Gouverneur (2022 Hobbs D+0,66) sowie AZ-01 (2022 R+0,88) und AZ-06 (2022 R+1,5)
Quelle: UF/County-Daten[18] über Stealth Analytics[19], Stand 17.10.26.
- Rücksendungen: 283.356 (gestern 165.881) von 3.248.821 verschickten Stimmzetteln.
(a) Partei der Rücksender:
- D 40,1 %, R 37,6 %, Sonstige 22,3 %, also D+2,5 (gestern D+3,6).
- Unter allen Empfängern liegt der D-Vorsprung bei −3,1. Die Rücksender sind damit 5,6 Punkte demokratischer als der Pool.
(b) Demografie: Arizona veröffentlicht amtlich keine (weder Ethnie noch Geschlecht noch Alter in den County-Daten). Ein amtlicher 2022-Wert am gleichen Stichtag existiert nicht. Gesucht habe ich in den CDX-Archiven von azsos.gov und bei rpubs, wo nur der 6.11.22 vorliegt.
(c) Geografie (Anteil an den Rücksendungen gegenüber dem Anteil an den verschickten Stimmzetteln):
- Maricopa 62,8 % (61,1), Pima 8,6 % (15,0), übrige Countys 28,6 % (24,0).
- Pima meldet offenkundig verzögert. Seine Rücksendungen sind D+35, deshalb dürfte der D-Wert landesweit noch steigen, sobald Pima nachmeldet.
- AZ-01: 46.649 Stimmen, D+0,9. AZ-06: 29.631 Stimmen, D+18,4. AZ-06 liegt größtenteils in Pima und ist deshalb besonders unsicher.
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Ohne Demografie ist keine möglich.
(e) Fazit AZ: Die Rücksender sind demokratischer als der Empfängerpool, was in der frühen Briefwahlphase üblich ist. Ohne amtlichen 2022-Vergleich am Stichtag lässt sich eine Verschiebung gegenüber 2022 nicht messen. Für einen R-Flip gegen D+0,66 gibt es aus den Daten bisher kein Signal, aber auch keine belastbare Gegenaussage.
NEVADA, Gouverneur (2022 Lombardo R+1,5) sowie NV-1 (D+5,6), NV-2 (R+21,9), NV-3 (D+4,0) und NV-4 (D+4,8) aus 2022
Quelle: Ralston-Blog[21] vom 17.10.26 um 7:45 Uhr PT (SOS-Datei, nur Briefwahl, weil das persönliche Frühwählen erst heute beginnt).
- Stimmen: 44.054. D 16.492 (37,4 %), R 14.939 (33,9 %), Sonstige 12.623 (28,7 %), also D+3,5 Punkte bzw. +1.553 Stimmen.
- Zweite Quelle: Die UF-Datei vom 16.10. (2. Update) zählt 46.491 Stimmen, die Abweichung kommt vom Zeitpunkt der Zusammenstellung.
- Registrierung aktiver Wähler: D+0,3.
(a) Bezirke (UF 16.10.), jeweils D-Vorsprung der Abstimmenden gegenüber dem D-Vorsprung der Registrierung:
- NV-1: 10.172 Stimmen, D+7,9 gegenüber +5,7
- NV-2: 17.399 Stimmen, D−3,8 gegenüber −13,2
- NV-3: 9.683 Stimmen, D+6,2 gegenüber +3,3
- NV-4: 9.237 Stimmen, D+5,3 gegenüber +5,9
(b) Demografie: Nevada veröffentlicht nur das Alter (UF). 18–25 J. 2,2 %, 26–40 J. 8,6 %, 41–65 J. 31,5 %, über 65 J. 57,7 %. Ethnie und Geschlecht gibt es amtlich nicht. Einen 2022-Wert am gleichen Tag gibt es nicht, weil Clark damals kaum Briefstimmen gemeldet hatte (Ralston) und die SOS-Dateien von 2022 nicht archiviert sind (die Suche steht im README).
(c) Geografie (Ralston), Anteil an den Stimmen gegenüber dem Anteil an den Registrierten:
- Clark 64 % (72), Washoe 24 % (16), ländliche Countys 12 % (12).
- Kontext 2022 (Ralston): Am ersten Tag des persönlichen Frühwählens gab es in Clark 11.396 Stimmen mit R+8. Im Endstand lag die Briefwahl bei 51 % der Beteiligung mit D+14 (≈ +70.000), das persönliche Frühwählen bei 28 % mit R+18 (≈ +50.000).
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Ohne amtliche Demografie ist keine möglich.
(e) Fazit NV:
- Der D-Vorsprung in der Briefwahl (+3,5) liegt weit unter dem Briefwahl-Endstand 2022 (D+14). Weil Clark noch unterrepräsentiert ist (64 gegenüber 72 %), ist das aber kein belastbares Signal.
- Dass Washoe überrepräsentiert ist, nennt Ralston ein mögliches Warnzeichen für die Republikaner, auch in NV-2.
- NV-2 wählt deutlich demokratischer als registriert, aber R+21,9 ist mit diesen Mengen nicht zu kippen. NV-1 und NV-3 laufen über der Registrierung, NV-4 auf Registrierungsniveau.
- Ab heute zählt das persönliche Frühwählen, erst dann ist ein Urteil zum Gouverneur (R+1,5) möglich.
PENNSYLVANIA, Gouverneur (2022 Shapiro D+14,8) sowie PA-01 (R+9,7), PA-07 (D+2,0, seit 2024 R), PA-08 (D+2,4, seit 2024 R) und PA-10 (R+7,6)
Quelle: data.pa.gov 2026[58] mit Rücksendungen ≤15.10.26 (heute neu abgefragt, aber seit gestern unverändert), verglichen mit data.pa.gov 2022[17] (≤20.10.22), jeweils 19 Tage vor der Wahl. PA hat kein persönliches Frühwählen.
- Rücksendungen: 457.061 gegenüber 499.834 (−8,6 %).
- Zweite Quelle: UF meldet 456.065 (Abweichung 0,2 %).
- Genehmigte Briefwahlanträge: D 766.127, R 281.671, Sonstige 123.629.
(a) Partei:
- D 68,7 % (73,6), R 22,8 % (18,9), Sonstige 8,5 % (7,5). Der D-Vorsprung ist +45,9 (+54,7), also 8,8 Punkte weniger.
- Absolut: D 314.014 (−14,6 %), R 104.294 (+10,5 %).
(b) Demografie:
- Alter am Wahltag aus dem Geburtsmonat, mit den Gruppengrenzen des 2022-Archivs: 18–25 J. 2,4 % (3,3), 26–40 J. 7,7 % (9,7), 41–65 J. 25,2 % (29,0), 65+ J. 64,7 % (58,0).
- Ethnie, Geschlecht und Wählerhistorie enthält die Datei nicht, und PA veröffentlicht sie nicht.
(c) Geografie (Gouverneur 2022):
- County-Index R−22,8 (R−18,2), also 4,6 Punkte demokratischer. Ohne die Countys mit Meldeverzug sind es noch 2,8 Punkte (Stand gestern).
- D-Hochburgen 62,5 % (54,7), R-Hochburgen 9,4 % (9,8).
-
Bezirke, D-Vorsprung nach Registrierung:
- PA-01: 40.314 Stimmen (44.612), +31,3 (+48,3)
- PA-07: 11.223 Stimmen (26.632), +43,7 (+54,0). Das auffällig geringe Volumen deutet auf einen Meldeverzug hin (nicht verifiziert).
- PA-08: 31.460 Stimmen (32.532), +44,1 (+57,5)
- PA-10: 26.172 Stimmen (38.789), +30,7 (+44,1)
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Nach Ethnie oder Geschlecht nicht möglich, weil die Merkmale fehlen.
(e) Fazit PA:
- Die Parteimischung ist um 8,8 Punkte republikanischer, die Geografie aber um 2,8 bis 4,6 Punkte demokratischer. Das passt zur bekannten Verschiebung der Republikaner zur Briefwahl (R +10,5 %), während außerhalb von Philadelphia und Allegheny weniger Demokraten per Brief wählen.
- Gouverneur: Gegen D+14,8 ist kein Flip ableitbar.
- PA-07 und PA-08 (2022 knapp D, seit 2024 R): Die D-Vorsprünge liegen 10 bis 13 Punkte unter 2022. Ein D-Rückgewinn ist aus den Briefdaten nicht erkennbar, wobei ein Teil davon die R-Verschiebung zur Briefwahl ist.
- PA-01 und PA-10: kein D-Signal.
MICHIGAN, Senat (offen; 2020 D+1,7, 2024 D+0,34) und Gouverneur (offen; 2022 D+10,6)
Quelle: UF/MI SoS[5], Stand 16.10.26, seitdem keine neue Meldung.
- Rücksendungen: 630.001 von 2.107.121 Anträgen, das sind 14,0 % der Beteiligung 2022.
- Ein 2022-Wert für 18 Tage vorher existiert nicht. Die Tabelle vom 17.10.22 ist nicht abrufbar, der nächste amtliche Wert ist der 24.10.22 (15 Tage vorher) mit 771.967. Der direkte Vergleich ist deshalb am Dienstag, 20.10., möglich.
(a) Parteiregistrierung: Michigan hat keine.
(b) Demografie (QVF via UF):
- Frauen 55,3 %.
- Alter: 18–25 J. 2,1 %, 26–40 J. 6,5 %, 41–65 J. 25,6 %, über 65 J. 65,8 %.
- Ethnie wird nicht erfasst. Für 2022 gibt es keinen Stichtagswert.
(c) Geografie (gegenüber der gesamten Wählerschaft 2022, weil kein Stichtagswert vorliegt):
- County-Index R−12,6 (−10,6).
- D-Hochburgen 41,7 % (38,6), R-Hochburgen 6,9 % (8,9).
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Nach Geschlecht (Pew) rechnerisch −2,8. Einen 2022-Vergleich gibt es nicht.
(e) Fazit MI: Die Briefwähler sind sehr alt und überwiegend weiblich, und die Geografie ist 2 Punkte demokratischer als die gesamte Wählerschaft 2022. Das ist für frühe Briefwahl typisch und noch kein Flip-Signal. Für den Senat (Abstand 0,3 bis 1,7 Punkte) ist eine belastbare Aussage erst mit dem Stichtagsvergleich am 20.10. möglich.
WISCONSIN, Gouverneur (2022 Evers D+3,4) sowie WI-01 und WI-03
Quelle: WEC[46], Stand 16.10.26, verglichen mit dem WEC-Tagesbericht vom 21.10.22 (Wayback, 18 Tage vorher). Am Samstag gibt es keinen neuen Bericht.
- Rücksendungen: 161.023 gegenüber 225.330 (−28,5 %), Anträge 366.361 gegenüber 460.949 (−20,5 %). Das sind 6,0 % der Beteiligung 2022 (damals 8,4 %).
- Zweite Quelle: UF übernimmt den WEC-Wert (identisch).
(a) Parteiregistrierung: Wisconsin hat keine.
(b) Demografie: WEC veröffentlicht weder Alter noch Ethnie noch Geschlecht, und es gibt keine Wählerhistorie.
(c) Geografie, korrigiert auf denselben Stichtag:
- County-Index R−7,2 (2022 R−9,6), also 2,4 Punkte republikanischer.
- Milwaukee und Dane zusammen 28,7 % (32,1).
- R-Hochburgen 22,3 % (20,8), D-Hochburgen 28,7 % (32,1).
- Für WI-01 und WI-03 liefert WEC keine Bezirksdaten.
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: Ohne Demografie ist keine möglich.
(e) Fazit WI: Weniger Briefwahl und eine um 2,4 Punkte republikanischere Geografie, vor allem durch den schwächeren Anteil von Milwaukee und Dane. Gegen D+3,4 reicht das allein nicht für einen R-Flip, aber die Tendenz zeigt zu R. Ein Teil davon dürfte sein, dass Demokraten weniger per Brief wählen, statt dass Republikaner zulegen. Das persönliche Frühwählen beginnt am 20.10.
MINNESOTA, Senat (offen), Gouverneur (2022 Walz D+7,7) und MN-02 (2022 D+5,2)
Quelle: UF/MN SOS[47], Stand 16.10.26.
- Frühstimmen: 202.252 (Brief 121.382, persönlich 80.870), Anträge 438.943, das sind 8,0 % der Beteiligung 2022.
- Ein 2022-Wert am Stichtag existiert nicht. Gesucht habe ich auf der SOS-Seite absentee-data (12 Wayback-Captures), in „2022 election by the numbers“ und in der Liste angenommener Stimmzettel, die es nur auf Antrag gibt.
(a) Parteiregistrierung: Minnesota hat keine.
(b) Demografie: Minnesota veröffentlicht keine.
(c) Geografie (Vergleich mit dem Absentee-Endstand 2022, nicht mit dem gleichen Stichtag):
- County-Index R−8,3 (−9,9), also 1,6 Punkte republikanischer.
- Hennepin und Ramsey zusammen 31,9 % (35,3).
- Für MN-02 liefert UF keine Bezirksdaten.
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: keine möglich.
(e) Fazit MN: Leicht republikanischere Geografie, aber gegenüber dem Endstand 2022, der städtische Spätwähler enthält. Gegen D+7,7 ist kein Flip ableitbar. Zu MN-02 kann ich ohne Bezirksdaten nichts sagen.
OHIO, Senat-Sonderwahl (Vance-Sitz, 2022 R+6,1) und Gouverneur (2022 DeWine R+25)
Quelle: UF/OH SoS[13], Stand 16.10.26.
- Frühstimmen: 452.069 (persönlich 312.309, bei UF eine Näherung; Brief 139.760), Anträge 679.422, das sind 10,8 % der Beteiligung 2022.
- 2022 laut SoS-Pressemitteilung vom 21.10.22 (18 Tage vorher): persönlich 135.889, Anträge 940.160. Damit ist das persönliche Frühwählen um 130 % gestiegen und die Briefwahlanträge sind um 27,7 % gesunken. Eine Gesamtzahl für diesen Tag ist nicht archiviert.
(a) Parteiregistrierung: Ohio veröffentlicht keine.
(b) Demografie: Ohio veröffentlicht keine.
(c) Geografie: Die County-Tabellen 2022 sind noch nicht ausgewertet. Sie hängen an den SoS-Pressemitteilungen, das hole ich als nächsten Schritt nach.
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: keine möglich.
(e) Fazit OH: Die Stimmabgabe verlagert sich massiv vom Brief ins persönliche Frühwählen. Ohne Zusammensetzungsdaten ist keine Flip-Aussage zum Senat möglich, und beim Gouverneur ist ein Flip ausgeschlossen (R+25).
MAINE, Senat (Collins 2020 R+8,6), Gouverneur (offen; 2022 Mills D+13,2) und ME-02 (2022 D+6,1 nach Ranked Choice)
Quelle: SoS-AB-Datei vom 16.10. (heute blockt der Server mit 403), Stand ≤15.10.26, verglichen mit ≤20.10.22 aus der SoS-Datei 2022.
- Rücksendungen: 96.849 gegenüber 70.045 (+38,3 %), Anträge 174.531 gegenüber 155.195. Einschließlich des Teil-Tags 16.10. sind es 101.777 gegenüber 77.764 (≤21.10.22).
(a) Partei:
- D 53,5 % (55,0), R 19,3 % (21,4), Unabhängige 27,2 % (23,6).
- Der D-Vorsprung beträgt +34,2 (+33,6), also +0,6.
(b) Demografie: Die Datei enthält weder Alter noch Geschlecht noch Ethnie.
(c) Geografie:
- Anteil von ME-02 an allen Rücksendungen 38,8 % (41,0).
- ME-02 selbst: 37.560 Stimmen (28.717), D-Vorsprung +25,1 (+28,6), also 3,5 Punkte zu R.
Ableitung, basiert auf Nachwahlstudie (d) Ableitung: keine möglich.
(e) Fazit ME: Landesweit ist die Zusammensetzung praktisch wie 2022. Ein Flip gegen Collins (R+8,6, Vergleichsbasis allerdings 2020) lässt sich aus der Mischung nicht ableiten. Beim Gouverneur gibt es kein R-Signal gegen D+13,2. ME-02 bewegt sich leicht zu R, gegen D+6,1 (2022) reicht das bislang nicht für einen Flip.
NEW HAMPSHIRE, Senat (offen; 2022 Hassan D+9,1)
Der SoS veröffentlicht keine Frühwahl- oder Absentee-Statistik. Grundlose Frühwahl gab es 2022 nicht, und rpubs hat keine NH-Seite. Eine Aussage ist deshalb nicht möglich.
Gesamtbild am 17.10.:
- Die stärkste messbare Verschiebung zu D zeigt North Carolina, und zwar in allen Dimensionen samt Neuwähleranalyse. Dort ist ein Flip rechnerisch gestützt.
- Georgia ist leicht demokratischer als 2022, was einen D-Halt im Senat stützt.
- Wisconsin (Geografie) und Pennsylvania (Parteimischung) zeigen leichte Verschiebungen zu R. In PA liegt das zum Teil an der R-Verschiebung zur Briefwahl.
- Bei Michigan, Arizona und Nevada fehlt noch der Stichtagsvergleich bzw. das persönliche Frühwählen.